Was kommt eigentlich 2018 … in Sachen Datenmanagement?

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DatenmanagementWelche Veränderungen bringt 2018 im Datenmanagement? Ich habe Experten nach ihrer Meinung zu den Technologietrends 2018 gefragt und sie mit meinen eigenen Erwartungen verglichen.

Herauskristallisiert haben sich fünf große Trends, die uns meiner Ansicht nach dieses Jahr im Datenmanagement begleiten:

1. Datenbewegung wird wichtiger

Cloud-Anbieter haben bereits gezeigt, wie einfach es ist, neue Applikationen schnell und günstig zu entwickeln sowie zu implementieren. Das wird dazu führen, dass immer mehr Applikationen in die Cloud gebracht und dort somit auch mehr Daten generiert werden.

Daten in eine Cloud-Infrastruktur zu verlagern, kann allerdings sehr teuer sein. Bisher haben sich die Anbieter von Datenmanagementsoftware vor allem auf Schnelligkeit und Flexibilität konzentriert, nicht aber auf die Minimierung der Datenbewegung. Mit der zunehmenden Cloud-Nutzung vermeiden Unternehmen jedoch ein unnötiges Hin- und Herschieben von Daten – und sparen dadurch immense Kosten. Eine zentrale Komponente bei Datenmanagementlösungen wird die Bewegung von Daten in hybriden Cloud-Umgebungen und zwischen verschiedenen Clouds sein. Diese Lösungen werden sich darin unterscheiden, wie sie Datenbewegung zwischen Clouds und On-Premise-Infrastrukturen vermeiden und dadurch neue, kreative Konzepte liefern.

2. Um Datenschutz kommt niemand herum

Daten sind zum Öl des 21. Jahrhunderts geworden, also: ein zentraler Wachstumsfaktor. Während Unternehmen langsam dieses Potenzial begreifen und danach streben, immer mehr Daten zu sammeln, machen sich ihre Kunden immer häufiger Gedanken darüber, wie viele Daten über sie eigentlich erhoben und gespeichert werden. Vertrauen in Unternehmen ist seit jeher die treibende Kraft für Verbraucherverhalten und wird in der digitalen Zukunft noch viel wichtiger werden. Für Unternehmen wird es künftig geschäftsentscheidend sein, sensible persönliche Daten zu schützen und zu zeigen, dass sie verantwortungsvoll damit umgehen. Datenmanagementlösungen müssen in diesem Jahr solche Aspekte berücksichtigen, nicht zuletzt, weil die Umsetzung der EU-DSGVO im Mai 2018 ansteht.

3. Echtzeitdatenmanagement ist die Zukunft

Wir nähern uns einer virtuellen Echtzeitwelt, in der ständig Daten generiert werden, die allerdings nur für einen kurzen Zeitraum relevant bleiben. Das Internet of Things (IoT) ist mit seinen neuen Sensoren und Endgeräten die treibende Kraft hinter diesem Trend. Anspruchsvolles Datenmanagement in Echtzeit ist 2018 stark im Kommen: Unternehmen sind dadurch in der Lage, schnell wachsende Mengen an Echtzeitdaten zu verarbeiten. Alle Unternehmen, die in Zukunft datengestützt arbeiten wollen, werden Echtzeitdatenverarbeitung mehr denn je in ihre Prozesse integrieren müssen. Die steigende Nachfrage nach Echtzeitdatenmanagement wird somit auch die Wahl einer Datenmanagement-Plattform beeinflussen.

4. Machine Learning erweitert Datenmanagement

Machine-Learning-Algorithmen werden Datenmanagementplattformen weiterhin verbessern. Beim Erschließen, Profilieren, Bereinigen und Analysieren von Daten erhalten Nutzer demnächst zusätzlich Unterstützung durch integrierte Machine-Learning-Funktionalitäten. Machine-Learning-Techniken dienen dazu, Beziehungen zwischen den Daten zu erkennen und dem Anwender dabei zu helfen, Datensätze zu verbinden, zusammenzuführen oder andere Datenoperationen durchzuführen. Ziel ist es, die Produktivität der Mitarbeiter, die mit den Daten arbeiten, zu steigern und Datenmanagement im gesamten Unternehmen zu verankern. Gleichzeitig sollen die Datenbestände aber auch zunehmend „lernen“, sich selbst zu managen.

5. Self-Service und höhere Produktivität

Ursprünglich wurde Datenmanagementsoftware dafür konzipiert, die Produktivität von IT-Abteilungen zu verbessern. Seitdem Self-Service-Analytics auf dem Vormarsch ist, verschiebt sich dieser Fokus allerdings: Jetzt soll die Produktivität sämtlicher Mitarbeiter erhöht werden, die mit den Daten zu tun haben – also auch in den Fachabteilungen. Datenmanagement wird 2018 nutzerfreundlicher und geht auf die Bedürfnisse von sehr viel mehr Anwendern ein als in der Vergangenheit. Hinter diesem Trend steckt die steigende Nachfrage von Mitarbeitern aus unterschiedlichen Abteilungen nach Self-Service, besseren Einblicken und mehr Produktivität.

 

Das Jahr 2018 bringt mit Sicherheit neue Trends und Innovationen für das Datenmanagement. Halten Sie die Augen also weiterhin offen und bleiben Sie am Ball!

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About Author

Helmut Plinke

Principal Business Solutions Manager

Helmut Plinke acts as Principal Business Solutions Manager for SAS, focusing on data quality and data governance technologies. Helmut is an enthusiast of data quality technologies to improve fitness of data and thereby help businesses to improve efficiency and gain competitive advantages. In his current role Helmut supports customers in designing enterprise data management solutions based on SAS technology. He is a specialist in data quality and data integration technologies for a long time now and has been part of some of the major SAS data quality and data governance projects in DACH and the Netherlands recently. With over 15 years of experience across multiple industries Helmut has also gained a wealth of knowledge and experience in technologies like business intelligence, content management and enterprise application integration from his past roles with other companies. Helmut has published in IS Report and speaks about the topic of data management at SAS and public conferences sharing his project experience and knowledge.

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