Big Data ist tot, es lebe Big Data!

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Big Data

Wenn es einen Begriff gibt, der in den letzten Jahren die IT-Branche außergewöhnlich geprägt hat, dann lautet dieser bestimmt „Big Data“. Kaum jemand konnte sich den unzähligen Beiträgen entziehen, das Thema war und ist in aller Munde. Auch ich selbst durfte das eine oder andere Mal von den berühmten Big-Data-„V“s erzählen.

Aus den ursprünglich bloß drei „V“s Volume, Velocity und Variety wurden dann im Laufe der Zeit sogar immer mehr, die Experten sind mitunter sehr einfallsreich. So liest und hört man im Laufe der Zeit auch viele eingängige Big-Data-Definitionen, doch vor allem eine hört man immer häufiger. Eine Definition, die mich nachdenklich stimmt:

„Zu Big Data wurde schon alles gesagt, nur noch nicht von jedem!“

Aussagen wie diese hört man als Vertreter des Fachs natürlich nicht gerne, denn ungeachtet aller Hypes gibt es selbstverständlich auch weiterhin viel Interessantes dazu zu sagen und zu schreiben. „Big Data“ scheint allerdings nicht mehr so ganz en vogue zu sein, auch ein Vergleich der Gartner-Hype-Cycles 2014 und 2015 macht das deutlich:

Gartner Hype Cycle

Quelle: Gartner Hype Cycle of Emerging Technologies 2014

 

Gartner Hype Cycle.jpg

Quelle: Gartner Hype Cycle of Emerging Technologies 2015

2014 noch fünf bis zehn Jahre vom „Plateau of Productivity“ entfernt und knapp vor dem Euphorie-Maximum, tritt Big Data beim Hype-Cycle des Jahres 2015 gar nicht mehr in Erscheinung. Das muss nun zugegebenermaßen gar kein Nachteil sein, denn ein derart umfassender Begriff, der so viele unterschiedliche Technologien und Methoden abdeckt, kann ohnehin kaum mit nur einer Koordinate beschrieben werden. Eine differenziertere Auseinandersetzung – angefangen bei den Analysten –  ist vor allem aus Sicht der Big-Data-Vendoren wie SAS vorteilhaft, denn umso klarer sind auch die Vorstellungen im Markt.

Trotzdem: Der „Hype“ scheint tatsächlich vorbei zu sein, und ich persönlich habe da gar nichts dagegen. Schließlich bedeutet das Ende eines Hypes ja letztlich nur, dass nicht mehr jeder über ein Thema spricht und plötzlich Experte ist. Stattdessen landet das Thema wieder dort, wo es herkommt, beziehungsweise bei den Anbietern, die Big Data langfristig auf dem Radar haben und strategisch betreiben.

Unternehmen wie SAS, die mehr oder weniger bei der „Geburtsstunde“ von Big Data dabei waren (siehe unsere Firmenhistorie), sehe ich hier klar im Vorteil.

Big Data ist definitiv keine kurzfristige Modeerscheinung. Ich denke, das Sujet wird uns noch sehr lange erhalten bleiben. Möglicherweise unter einer anderen Schlagzeile, aber jedenfalls mit ähnlichen, überwiegend analytischen Aufgabenstellungen.

 

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About Author

Rainer Sternecker

Principal Solutions Architect

Rainer Sternecker is Data Management specialist and Principal Solutions Architect at SAS. He blogs about all aspects of the analytical lifecycle - data, discovery and deployment.

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