Digitalisierung des Verlagsmarktes - über Prozesse, Geschäftsmodelle, Service

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Wussten Sie, dass einige Unternehmen ihr eigenes Produkt nicht kennen? Dazu muss ich etwas ausholen…

Über den Reisemarkt wurde in diesem Blog bereits an früherer Stelle berichtet. Der Verlagsmarkt tut sich aber mindestens ebenso schwer im Zeitalter der Digitalisierung das Geschäftsmodell entsprechend anzupassen. Wenn die Wertschöpfung eines Verlagshauses aus Marketingsicht betrachtet wird, sieht die Sache doch (etwas vereinfacht) folgendermaßen aus: Das Produkt „Inhalt“ wird über die verschiedenen Kanäle wie Print, Web, SMS/RSS Feed und Mobile an die verschiedenen Kundensegmente vertrieben. Jeder Kanal hat seine Berechtigung für gewisse Zielgruppen und Produktvariationen.  Das heißt, wie jedes Unternehmen, muss im Dreiklang von Produkt, Kunde und Kanal die Vertriebsstrategie festgelegt werden.

Wenn dies so betrachtet wird, wird schnell klar, dass sich beispielsweise der Kanal "Print" nicht für das Produkt „real-time Feed“ eignet. Ja, klar sagen Sie sich – und wahrscheinlich sagt sich das auch die Printindustrie. Aber ich sehe nur sehr selten eine klare und kompromisslose Ausrichtung einer solchen Vertriebsstrategie. Die Realität sieht leider schlimm aus:

Eine der grössten Schweizer Sonntagszeitung, die ich seit einem Jahr nur noch über eine -  noch  etwas umständliche - iApp (resp. ePaper) lese, hat einen Kundenservice, der von Montag bis Freitag geöffnet ist. Nochmals, wir sprechen von einer Sonntagszeitung! Als ich vor gar nicht allzu langer Zeit Probleme mit meinem Login hatte, wollte ich mit dem Kundendienst sprechen. Niemand da. Also wollte ich bereits leicht genervt einfach nochmals eine Ausgabe bestellen und halt eine Ausgabe doppelt bezahlen. Doch nach dem Kaufvorgang wurde mir auf dem Bildschirm freundlich mitgeteilt, dass mein neues Einzelabonnement ab Montag aktiv wird…. (in der Gefahr mich zu wiederholen: ich wollte eine Sonntagszeitung kaufen…). Als ich dann – nicht mehr als Konsument, sondern aus rein beruflichem Interesse am Montag den Kundendienst anrief, war die Antwort, dass dieses Problem an die IT Abteilung weitergegeben werden muss.

Kleiner Nachtrag: Ich habe an besagtem Sonntag dann in der Tat das Konkurrenzprodukt bestellt, leider ebenfalls ein ePaper; also nicht viel besser, aber immerhin hatte ich dann eine Sonntagszeitung.

Solange es solche Beispiele gibt, glaube ich, dass der Handlungsbedarf (aber auch –potenzial!) noch sehr gross ist, vor allem für den Verlegermarkt, sich der Digitalisierung zu stellen.

Wie Digitales (und Mobiles!) Marketing mit SAS intelligent umgesetzt werden kann, sehen Sie auf:

http://www.sas.com/offices/europe/germany/software/e-mail-und-mobile-marketing.html

ODER / UND

http://www.sas.com/offices/europe/germany/software/marketing_automatisierung-interaktives-multikanalmarketing.html

 

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About Author

Robert Schumacher

Customer Intelligence Solutions Manager

Robert Schumacher studierte BWL an der Universität Bern mit dem Fokus Marketing und Unternehmensführung sowie e-Commerce an der Franklin University Columbus/Ohio, USA. Er ist seit über 18 Jahren in verschiedenen Funktionen des analytischen Marketings und Direktmarketings tätig: Unter anderem als Marketing- und CRM Verantwortlicher bei globalen Finanzinstituten (CH, USA), als Geschäftsführer Central Europe eines US-börsennotierten Software Unternehmens und in der Geschäftsführung bei Internet Startups. Als Lehrbeauftragter an der ZHAW Winterthur teilt er sein Wissen. Seit Sommer 2009 ist Robert Schumacher bei SAS Schweiz verantwortlich für den Bereich Customer Intelligence Solutions.

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